Aktuelle Einschätzung für den 18. August

Mobilisierung der Nazis

Die Mobilisierung in der Naziszene wird wie letztes Jahr über diverse Landesverbände der NPD sowie sämtlichen Parteigliederungen von „Die Rechte“ getragen. Hinzu kommen Kameradschaften welche verstreut aus dem gesamten Bundesgebiet mobilisieren.
Auch wenn kleinere Mobilisierungsaktionen der Nazis wie Plakatieren, Banner-Aktionen oder Sprühereien im Vergleich zum letzten Jahr deutlich geringer ausfallen sehen wir den 18. August für die Nazi-Szene als Event gesetzt. Die Gründe dafür liegen im Mythos Hess und seine Strahlkraft als Identifikationsfigur für alte und neue Faschist*innen. Bereits nach letztem Jahr konnte trotz verkürzter Route die Versammlung an sich nach innen als Erfolg verbucht werden. Es geht den Organisatoren des Aufmarsches darum das Thema welches 30 Jahre lang fester Bestandteil der Nazi-Szene war wieder in einem größeren Rahmen zu bespielen. In diesem Jahr gab es auch mehr Großkonzerte als im letzten Jahr, bei denen “unterhalb unseres Radars” mobilisiert werden kann. Wir gehen daher von einer ähnlich hohen Anzahl organisierter Faschist*innen aus wie letztes Jahr (1400-1800 Nazis). Zudem war es letztes Jahr bis zum letzten Moment noch offen, ob der Berliner Senat das Wunsiedel-Urteil unterläuft oder die Demonstration der Nazis tatsächlich verbietet. Dieses Jahr haben sie die Gewissheit, dass ihre Demonstration zumindest nicht kurzfristig verboten wird.

Mögliche Szenarien am 18. August

Eins vorab: Es wird dieses Jahr für die Nazis nicht möglich sein vom Bhf. Spandau über die Klosterstr. zum ehemaligen Kriegsverbrechergefängnis in der Wilhelmstr. 23 zu ziehen, da dies die Route der Gegendemo, die um 11 Uhr starten wird, sein wird. Die Nazis werden vorraussichtlich um 12 Uhr versuchen ihre Versammlung zu beginnen.
Wir müssen uns also auf verschiedene Szenarien vorbereiten. Aktuell sehen wir drei Möglichkeiten:
Die erste Möglichkeit ist, dass die Nazis im Bereich nördlich des Bhf. Spandau (Seegefelder Str) versuchen zu laufen.
Das zweite mögliche Szenario würde sich im Bereich des Bahnhof Staaken südlich der Gleise abspielen, um dann von hinten an das frühere Kriegsverbrechergefängnis (den heutigen Kaufland) heranzulaufen.
Bei der dritten möglichen Variante würde die Nazidemo im Bereich des Bahnhof Stresow oder der S-Bahnstationen Pichelsberg, Olympiastation, Heestr. stattfinden, um dann entweder zum Gelände des ehemaligen Kriegsverbrechergefängnis oder zum Britischen Soldatenfriedhof oder zum jüdischen Friedhof zu laufen. In diesem Fall wird die Havel als natürliche Barriere dienen um den Gegenprotest abzuschirmen.

Es ist also wichtig an dem Tag flexibel zu sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Bullen versuchen mithilfe von Zugstrecken oder Gewässern den Gegenprotest vom Aufmarschgebiet fern zu halten.

Es muss damit gerechnet werden, dass auch Ausweichorte in Frage kommen. Inzwischen haben Nazis auf die antifaschistischen Gegenmobilisierungen nach Spandau reagiert. Sie haben eine zweite Anmeldung für die “Bereiche Mitte, Gesundbrunnen, Wedding, Moabit, Tiergarten und Hansaviertel” (genaueres hat die Polizei bisher nicht bekannt gegeben) vorgenommen. Diese Anmeldung geht von 11 Uhr bis 23:59.
Es ist wichtig an dem Tag flexibel und mobil zu sein. Denn verbieten wird der Rot-rot-Grüne Senat das faschistische Event nicht, auch wenn selbst die CDU dies aktuell fordert.

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15.08.2018 | Kreuzberg | 20.00 Uhr | Aquarium (Skalitzerstr. 6)

 

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Berlin:

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9:30 Uhr Alexanderplatz (Eingang Fernsehturm)
9:30 Uhr Hermannplatz
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Überregional:

Leipzig | 7:30 Uhr | am Infopoint im Hauptbahnhof Leipzig

 

Artikel von Indymedia

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